Aktuelles Kulinarik

Stiegl braut Urbier

Aus alten Getreidesorten wird am Biergut Wildshut wie zu Zeiten der Sumerer Bier gebraut.
Claudia Piller-Kornherr
  • Das Urbier wird nach jahrtausendealten Braumethoden hergestellt.
    Das Urbier wird nach jahrtausendealten Braumethoden hergestellt.

Einem ungewöhnlichem Bier-Projekt haben sich Brauerei-Eigentümer Heinrich Dieter Kiener und sein Chefbraumeister Christian Pöpperl am Stiegl-Gut Wildshut verschrieben. Das erste Biergut Österreichs in St. Pantaleon im oberösterreichischen Innviertel gilt als die Ideenschmiede des Hauses Stiegl. Hier wird in Tongefäßen, sogenannten Quevris, ein Urbier wie zu Zeiten der Sumerer vor 5000 Jahren gebraut. Basis für das historische Gebräu sind alte Getreidesorten wie Emmer, Einkorn, Dinkel oder Gerste. Das Urbier kommt ohne Hopfen aus, zur

Verfeinerung mengt der Braumeister Datteln, Akazienhonig, Schafgarbe, Anis, Koriander und Safran hinzu.„Es war das Experiment meines Lebens”, sagt Pöpperl, der bis zum Verkostungstag nicht wusste, wie das Urbier schmecken würde. Abgefüllt wird das historische Gebräu (19,5° Stammwürze, 9,5 Vol. Prozent Alkohol) stilecht in nummerierten 0,5-Liter-Tonflaschen mit Bügelverschluss. Bierliebhaber sollten schnell sein: Das Urbier ist mit nur 3.400 Litern Ausstoß streng limitiert.

www.biergut.at