Hobby Kulinarik Leben

Quereinsteiger

Was Manager dazu bewogen hat, Winzer zu werden.
Text: Astrid Steinbrecher-Raitmayr, Fotos: Ben Leitner

Der Urgedanke von Melanie und Karl Pommer war ein Haus in Kroatien. Heute sind sie glückliche und stolze Besitzer des Knappenhof-Stammhauses in Gamlitz und einer ansehnlichen Dependance am Eichberg an der südsteirischen Weinstraße auf 570 Meter Seehöhe, praktisch nebelfrei. „An einem Herbsttag im Jahr 2007 sind wir um acht Uhr früh einfach losgefahren, wir hatten keinen Plan“, lacht Karl Pommer, als wir ihn am ersten Septemberwochenende am Eichberg besuchen. Nach zehn Stunden Herumfahren trifft das Ehepaar in Gamlitz ein, bemerkt ein „Zu verkaufen“- Schild, besichtigt ein verfallenes Objekt, das Baurecht ist erloschen, die Liegenschaft liegt brach und nur ein Landwirt kann es kaufen. „In  Niederösterreich haben wir 176 Hektar Landwirtschaft,hauptsächlich Wald und Wiesen“, so der 47-jährige Pommer,

„In  Niederösterreich haben wir 176 Hektar Landwirtschaft,
hauptsächlich Wald und Wiesen“, so der 47-jährige Pommer, der auch als Jagd- und Forstverwalter vom niederösterreichischen Türnitz im Alpenvorland verantwortlich zeichnet. Dort besitzt die Familie Pommer eine Eigenjagd. Und einen Möbelhandel, der sich seit 66 Jahren am Standort St. Veit an der Gölsen befindet und weit über die Lilienfelder Bezirksgrenzen hinaus bekannt ist. Heute ist sein Knappenhof Dachmarke für Kulinarik und Wein und Karl Pommer ein Proponent einer neuen Generation an Quereinsteigern, die die Winzerszene ordentlich aufmischen. Unsere Chefredakteurin Astrid Steinbrecher-Raitmayr hat einige Weinbauern im “zweiten Bildungsweg” getroffen und spannende Geschichten über Beruf und Berufung gehört. Zu lesen in der Herbstausgabe der VORFREUDE.