Aktuelles Reisen

Ein Kempinski für die Serenissima

In Venedig öffnete dieser Tage auf einer privaten Insel das San Clemente Palace Kempinski seine Pforten. Ein seltener Ort der Ruhe für die Lagunenstadt.
Claudia Piller-Kornherr

Ja! Venedig ist romantisch, zauberhaft und geradezu unwirklich schön. Dafür lieben wir sie, die Serenissima. Aber realistisch betrachtet, weiß man als Venedig-Kenner auch, wie schwer es ist, in der Lagunenstadt ein ruhiges Plätzchen zu finden. Fast das ganze Jahr über gestaltet sich das Flanieren durch die Gässchen und über die Brücken zu einem Spießrutenlauf zwischen japanischen Touristenhorden und kitschigen Karnevalsmasken. Deshalb ging uns auch das Herz auf, als wir hörten, dass dieser Tage in bella Venezia ein Rückzugsort de Luxe eröffnet hat. Auf San Clemente, einer privaten Insel zwischen Giudecca und Lido, erwartet das San Clemente Palace Kempinski seine Gäste in einem ehemaligen Kloster und Adelshaus inmitten üppiger Gärten.

Wer eine Yacht (bis maximal 35 Meter) sein eigen nennt, legt am privaten Bootssteg direkt vor dem Navigante-Flügel des Palazzo an. Auf sieben Hektar Grund wartet das neue Kempinski mit drei Restaurants und drei Bars, einem beheizten Outdoorpool, Joggingstrecke, Tennisplatz und Golfcourt mit Blick auf die Lagune auf. Man residiert in insgesamt 190 Zimmer und Suiten im venezianischen Stil. Unser Favorit: die San Clemente Suite in der ehemaligen Klosterwäscherei. Durch die riesigen Panoramafenster schweift unser Blick hinüber auf die Touristenmassen auf der Piazza San Marco während wir auf San Clemente die himmlische Ruhe genießen. Bellissimo!