Reisen

3000 Stunden Sonnenschein

Ein Land voller Lebenslust und wilder Schönheit...
Astrid Steinbracher-Raitmayr

Sardinen, Fado, Wein, Geschichte und Olivenöl – das sind die Attribute, die die meisten Menschen mit Portugal in Verbindung bringen. Aber das westlichste Land Europas, ehemalige Seefahrernation, ist viel mehr. Es ist ein Land voller Lebenslust und wilder Schönheit. Und vielfältiger kann ein Urlaubsziel fast nicht sein.

  • Fischerboot am Strand von Portimao
  • Strandleben an der Algarve.
  • Cabo da Roca, der westlichste Punkt Europas.
  • Der bunte Palast von Pena.
  • Das berühmte Seefahrerdenkmal in Lissabon.
  • Traumhafter Sonnenuntergang am Strand von Lagoa Carvoeiro.
  • Blick auf die Alfama von Lissabon.
Blick auf die Alfama von Lissabon.
Strandleben an der Algarve.

Die  Hauptattraktionen  sind  die  Geschichte und die Kultur, die Gastronomie, die Strände, das Surfen oder auch  die  vielen  Musikfestivals  und insbesondere  die  leutseligen  und  gastfreundlichen Portugiesen. Müsste ich eine europäische  Hauptstadt  nennen,  die  mir besonders  ans  Herz  gewachsen  ist,  wäre Lissabon  wegen  seiner  ganz  besonderen Charmes  unter  meinen  Favoriten. Überall  in  dieser  Stadt zeigen sich  die  Hinterlassenschaften  der  Mauren,  in  den reichlich  vorhandenen Palästen  und  Kirchen erzählen Azulejos – bunt bemalte  und  glasierte Keramikfliesen  –  bildhaft ganze Geschichten. Ein  guter  Ausgangspunkt  in  Lissabon  ist  das Hotel  Tivoli  Avenida  de  Liberdade, um die typischen Viertel wie  Alfama,  Bairro  Alto  und  Chiado, die Alfama zu entdecken. Um den besten Ausblick  über  die  Stadt  zu bekommen, braucht man mit dem Lift nur ganz nach oben zu fahren. Dort befindet sich auch die Sky Bar, eine der besten Rooftop-Bars der  Stadt.  Hier  lerne  ich  Alex  kennen. Alex ist in Russland geboren, lebt seit seiner Kindheit in Portugal, wo er auch Architektur studiert hat. Seit zwei Jahren ist er Inhaber einer kleinen Tourismus-Agentur. „Das bringt mehr, als in einem Architekturbüro zu arbeiten“, sagt er. Auf meine  Nachfrage  erklärt  er  mir,  dass  die jahrelange  Finanz-  und  Wirtschaftskrise in Portugal zwar endlich überwunden sei, die Gehälter aber immer noch massiv zu wünschen übrig lassen. So verdiente er als Architekt  etwa  700  Euro  monatlich. Brutto. „Davon kann man keine  Familie  ernähren“,  so Alexandre  Luz,  der  zwar noch  keine  dreißig  Lenze zählt, dennoch an Familienplanung denkt. Die Realität  sieht  so  aus,  dass die  meisten  Portugiesen mehr als einen Job haben. Um  genau  zu  sein,  bis zu drei.  Täglich.  „Wir  brauchen wenig Schlaf“, so Alex lachend, „und wir brauchen mehrere Jobs, um unsere Fixkosten decken zu können.“  Die  Lebenskosten  in  Portugal unterschieden  sich  nicht wesentlich  von den  unseren,  ebenso  wenig  die  Wohnungspreise, wenn man in einer guten Gegend logieren  will.  „Aber  wir  sind  sehr fleißig“, höre ich. Ich muss ihm recht geben  und  überlege,  wie  diese Situation wohl bei uns zu meistern wäre.

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